Krippenplätze in Horneburg

In Horneburg gab es laut Kindertagesstättenbedarfsplan des Landkreises Stade 307 Kinder unter drei Jahren. Der Städte- und Gemeindebund geht von einer Bedarfsquote für Kinderbetreuung von 50 Prozent aus.


Horneburg strebt 77 Krippenplätze an

Horneburg strebt strategisch 77 Krippenplätze an, das entspreche einer Betreuungsquote von 50 Prozent. Kinder unter einem Jahr werden nicht berücksichtigt, da in Horneburg davon ausgegangen wird, dass sie in der Familie betreut werden. Das beschloss laut Bürgermeister Gerhard Froelian der nicht öffentlich tagende Samtgemeindeausschuss einstimmig. Ziel sei es, diese Betreuungsquote bei Kindertagesstätten und gegebenenfalls der Tagespflege bis zum 31. Dezember 2014 zu erreichen.


Schon jetzt liegt die Betreuungsquote für Unter-Dreijährige in der Samtgemeinde Horneburg bei 37 Prozent (rechnet man die selbstständig planenden Mitgliedsgemeinden Agathenburg und Dollern dazu sogar bei 49 Prozent). Werden die in Anspruch genommenen Tagespflegeplätze mitgezählt, liegt die Quote in der Samtgemeinde bei 46 Prozent (inklusive Agathenburg und Dollern bei 61 Prozent). Doch selbst die vorhandenen Plätze reichten nicht aus, weiß Froelian.

 

Wie Bürgermeister Froelian erläuterte, ist die Entscheidung in Horneburg zunächst nur eine strategische, da angesichts des aktuellen Fachkräftemangels zurzeit kein qualifiziertes Personal geworben werden könne. (Quelle: Stader online, Mai 2013)


Krippenplätze in der SG Horneburg

Beim Thema Krippenerweiterung sei noch keine Entscheidung gefallen. Zurzeit werde noch mit dem Waldorfverein in Nottensdorf verhandelt. Im Gespräch seien eine Ganztagspflegeeinrichtung in Dollern sowie weiterhin ein Krippenangebot in Bliedersdorf und im Flecken. Der Rat müsse entscheiden, ob die von Land und Kreis vorgegebene Quote ausreiche und welcher Versorgungsgrad angestrebt werden sollte, um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz zu erfüllen. Der tatsächliche Bedarf sei nicht zu ermitteln, so Froelian, da könne man auch „im Kaffeesatz lesen“". (Quelle: Stader Tageblatt 6. April 2013)