Krippenplätze in der SG Lühe

253 Kinder unter drei Jahren, 36-45 Krippenplätze vorhanden, weitere 36-45 Krippenplätze in Planung, eine Großtagespflege (10 Kinder unter drei Jahren).

 

Anmerkung die tatsächliche Anzahl der Krippenplätze ist geringer, wenn viele Kinder unter zwei Jahren betreut werden.mehr ....


Krippennotstand in der SG Lühe

In den nächsten Wochen muss sich die Samtgemeinde Lühe wohl noch mehrfach mit der Schaffung von Krippenplätzen für Kleinkinder beschäftigen. Da der Bedarf an Plätzen das Angebot deutlich übersteigt, soll an allen Krippenstandorten schnelle Abhilfe her.

 

Im Samtgemeinderat am Mittwochabend sprach Bürgermeister Hans Jarck von 100 Plätzen, die man insgesamt brauche. Bisher stehen aber nur 45 Krippenplätze zur Verfügung sowie zehn in der Großtagespflege. Die Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs brauchen, wollten überwiegend einen Krippenplatz. Dadurch entstehe eine echte Notlage.

Für Neuenkirchen ist eine Lösung neben der Remise im Gespräch. Nach anfänglicher Idee, den Raumbedarf mit Hilfe angemieteter Container zu decken, gibt es mittlerweile ein Umdenken. Zusammen mit der Gemeinde Neuenkirchen überlegt die Samtgemeinde, ob ein Anbau an die Remise für 15 Krippenplätze umsetzbar ist. Dafür könnten gemäß einer Auskunft von Hans Jarck gegenüber dem TAGEBLATT Fördermittel beansprucht werden, für Container dagegen nicht.

In Hollern-Twielenfleth wird um Container wohl nicht herumzukommen sein. Das Grundstück von Kita und Krippe sind komplett ausgereizt. Nutzbar wäre nur ein Grundstück zwischen dem Spielplatz der Kita und dem evangelischen Gemeindehaus. Sieben Container sind dafür im Gespräch; in ihnen soll Platz für weitere 15 Krippenplätze geschaffen werden. Ausgereizt sind auch die Möglichkeiten bei Kinderkrippe und Kindertagesstätte in Steinkirchen. Die Samtgemeinde brachte nun die Anmietung eines Hauses ins Gespräch. Dessen Eigentümer wäre laut Jarck bereit, eine Krippe mit 15 Plätzen hineinzubauen.

Allen ist klar, dass bei den noch erforderlichen Beratungen die Zeit für Entscheidungen drängt. Zunächst sollen in Kürze der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales und der Bauausschuss gemeinsam tagen. Wie Jarck ankündigte, müsse es kurze Zeit später auch eine Sitzung des Samtgemeinderats geben.

Im Haushaltsplan sind die erforderlichen Investitionen bisher nicht vorgesehen. Wo nur Mietzahlungen zu leisten wären, wäre das zu bewältigen. Bei Neubaumaßnahmen aber brauche die Samtgemeinde einen Nachtragshaushalt. Stader Tageblatt online 16. März 2013

Container Krippen

Stader Tageblatt 28. Februar 2013, Samtgemeinde Lühe braucht mehr als doppelt so viele Krippenplätze wie schon vorhanden sind Karin Lankuttis LÜHE. Die Samtgemeinde Lühe will die Zahl ihrer Krippenplätze von 45 auf 100 mehr als verdoppeln - und das möglichst schnell. Drei neue Krippen und eine Großtagespflege könnten mit Containern an zwei Standorten und gemieteten Häusern eingerichtet werden. Der Ausschuss für Sport, Jugend und Soziales diskutierte über die Vorschläge der Verwaltung. Der Ausschuss traf noch keine Entscheidung, sondern möchte manches noch geprüft haben. Die Zeit drängt, weil ein- und zwei-jährige Kinder ab 1. August einen Rechtsanspruch auf Betreuung haben. 63 Plätze fehlen noch, rechnete Rathausmitarbeiter Tim Siol das Ergebnis einer Umfrage vor. Auf Nachfragen wurde deutlich, dass der Bedarf da ist, und zwar auch für Ganztagesbetreuung. So ist etwa die Krippen-Gruppe in Hollern-Twielenfleth voll, und alle Kinder sind ganztags da.

 

In Hollern-Twielenfleth könnten sieben Container zwischen dem Spielplatz der evangelischen Kindertagesstätte und dem evangelischen Gemeindehaus aufgestellt werden, um Platz für eine Gruppe mit 15 Kindern zu schaffen. "Es fällt von innen überhaupt nicht auf, dass das Container sind", sagte Jens Hadler vom Bauamt der Samtgemeinde und überzeugte den Ausschuss mit Bildern. Der Gruppenraum muss 50 Quadratmeter groß sein, Ruheraum, Sanitäranlagen und kleine Küche sind vorgesehen. Die Kosten für die Herrichtung des Platzes mit Fundament und Anschlüssen liegen laut Hadler bei 56 000 Euro, die Miete für die Container bei 17 000 Euro im Jahr. Die Container seien für fünf Jahre gemietet. Elternvertreter Markus Wramba schlug vor, an die bestehende Kita anzubauen. Das sei aber wegen der Größe der Kita mit fünf Gruppen rechtlich nicht zulässig, antwortete Samtgemeindebürgermeister Hans Jarck.

 

In Neuenkirchen ist die Containerlösung einfacher, weil die Remise mitgenutzt werden kann. Nur zwei Container als Anbau reichen für eine Gruppe. Die Kosten liegen bei 62 000 Euro für die Herrichtung und 7500 Euro jährlicher Miete für die Container. Die Remise neben dem Dorfgemeinschaftshaus wird jetzt schon teilweise von der benachbarten Kita genutzt. Ratsherr Marco Hartlef, Bürgermeister von Guderhandviertel, plädierte dafür, angesichts der "stolzen Kosten" doch alternativ einen festen Anbau zu prüfen. Dafür würde es auch Fördergelder geben.

 

In Steinkirchen soll die Großtagespflege-Einrichtung für zehn Kinder von der Reederei SAL/ K-Linie - das Unternehmen siedelt über nach Hamburg - übernommen und gemietet werden. Als Träger ist das Rote Kreuz vorgesehen. Das Haus davor in der Bürgerei 80 könnte eine Krippe werden. Der Eigentümer würde es umbauen. Die Miete für beide Häuser liegt laut Hadler bei 36 000 Euro im Jahr. "Das ist besser als ein Neubau, weil wir nicht wissen, ob wir ihn langfristig brauchen", sagte Steinkirchens Bürgermeister Michael Gosch. Ein Vorschlag der Kirche, auf einem Grundstück "Im Striep" in Nachbarschaft zum Schulzentrum neu zu bauen, fand dagegen keine Befürworter. Gosch schlug als Alternative zur Krippe in der Bürgerei vor, Container neben der Krippe in der Gartenstraße aufzustellen. Das Haus mit der Kneipe "Bi de Kark" könnte kurzfristig abgerissen und das kommunale Grundstück genutzt werden. Container könnten leichter wieder abgebaut oder falls nötig auch gekauft werden.

 

Hans Jarck rechnet langfristig nicht mit einem so hohen Bedarf. "Wir müssen erstmal fünf Jahre abwarten", sagte der Samtgemeindebürgermeister. Denn jetzt kämen zwei Jahrgänge auf einmal. Zukünftig könnten es höchstens 70 Kinder pro Jahr sein, wenn sich die Zahl der Geburten nicht ändert. Zur Zeit gibt es bei den drei Kitas je eine Krippengruppe mit 15 Plätzen. Außerdem haben Tagesmütter von insgesamt 31 Plätzen derzeit 15 Plätze frei.www.tageblatt.de

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Plätze reichen hinten und vorne nicht

"....45 Plätze für Kinder unter drei Jahren stehen in Hollern-Twielenfleth, Steinkirchen und Neuenkirchen zur Verfügung. Außerdem sorgen acht Menschen in der Tagespflege dafür, dass weitere 31 Kinder betreut werden können. Ferner stehen zehn Plätze in einer Großtagespflegestelle in Steinkirchen zur Verfügung. Das alles aber reicht nicht. Nach Angaben der Verwaltung werden in Hollern-Twielenfleth weitere 23 Plätze, in Steinkirchen 18 Plätze und in Neuenkirchen 25 Plätze gebraucht. Wie der Bedarf gedeckt werden kann, ist derzeit offen. Aber es gibt ab August den Rechtsanspruch von Eltern, dem die Samtgemeinde in irgendeiner Weise zwingend Rechnung tragen muss. Die Anmietung der Großtagespflege, die bisher von der Reederei SAL/ K-Line betrieben wurde und nach Umsiedlung des Unternehmens nach Hamburg zur Verfügung steht, ist deshalb schon quasi beschlossene Sache, klärt aber nur einen kleinen Teil des Problems. In Neuenkirchen und Hollern-Twielenfleth sollen Container neben den bestehenden Einrichtungen den Raumbedarf decken helfen. Neuenkirchen hat dem schon zugestimmt. In Betracht genommen hat die Samtgemeinde auch, ob vielleicht ein kommunales Grundstück an der Striep in Steinkirchen bebaut wird. Wie alles lösbar wäre und welche Kosten dadurch auf die Samtgemeinde zukommen, soll sich in der Ausschusssitzung zeigen..."  (coq), Stader Tageblatt: 22.02.2013

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Krippeneinweihung, Lüttje Racker

Präsentierten sich der Festversammlung: Die "Regentröpfchen" aus der Neuenkirchener Kinderkrippe, die zusammen mit Carmen Sponholz (links) und Ina Wartenbach schon Lieder einstudiert hatten. Foto Kock
Präsentierten sich der Festversammlung: Die "Regentröpfchen" aus der Neuenkirchener Kinderkrippe, die zusammen mit Carmen Sponholz (links) und Ina Wartenbach schon Lieder einstudiert hatten. Foto Kock

Die mit einem anschaulichen Namen bedachten "Regentröpfchen" gehören jetzt auch ganz offiziell zu den in der DRK-Kindertagesstätte in Neuenkirchen betreuten Kindern. Bei der Einweihung der neugebauten Räume gaben die Krippenkinder jedenfalls zum Auftakt gleich den Ton an - zusammen mit den "Wackelzähnen" aus der Kindertagesstätte. Dickes Lob gab es bei der Feierstunde in der Kita für den Architekten Heinrich Wiebusch für den Anbau ans Kita-Gebäude, der sich harmonisch in das Gesamtbauwerk einfüge. Dank sagte Kita-Leiterin Ina Dunker auch der Samtgemeinde für die Zusammenarbeit während der Bauzeit; bei Anregungen von Seiten der Pädagogen sei man zwar nicht immer auf einem Nenner gewesen, habe aber doch schließlich gute Kompromisse gefunden. Auch die Eltern der Kinder hätten sehr gut kooperiert. "Schön geworden" fand Samtgemeindebürgermeister Hans Jarck den Anbau, der die gesamte Kita nun ein "Haus aus einem Guss" erscheinen lasse. Man habe gehofft, dass mit dem Anbau das Wesentliche für die Krippenkinder getan sei. Aber leider sei das nicht so: Schon jetzt wisse die Samtgemeinde, dass sie noch mehr Krippenplätze bauen müsse. Überall in der Samtgemeinde sei der Bedarf größer als das Angebot. In Neuenkirchen wisse man zwar noch nicht, wie das gelöst werden soll, ein weiterer Anbau aber sei nicht geplant. Jetzt denke man über die benachbarte Remise nach. "Hier fühlt man sich wohl", meinte Jarck und dankte dem gesamten Personal des Hauses, das dies möglich mache. Das sah auch Elternsprecherin Angela Heinssen so, die sich über das schöne "Wir-Gefühl" in der Kita freute. Zur Feier des Tages gab es noch mehr: Kleine Geldgeschenke vom Träger Rotes Kreuz und den umliegenden Gemeinden für die Ausstattung - und ein Theaterstück der Eltern für die Kinder. 01.12.2012 www.tageblatt.de