Waldorfkindergarten Stade

Waldorfkindergarten Stade, Henning-von-Tresckow-Weg 2a, 21684 Stade, Tel. 04141 / 411473; Fax: 04141-510522, E-mail: Info@waldorfschule-stade.de, Leitung: Frau Margarete Schmige, Träger: Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik e.V., Stade,

 

Betreuungszeiten: 3 altersgemischte Gruppen (3-6 Jahre) 07:30 – 13:15 Uhr
Zusatzangebot für max. 10 Kinder: Betreuung bis 14:30 Uhr mit Mittagessen
Sprechzeiten täglich 07:30 – 08:00 Uhr und 12:30 – 13:00 Uhr
Angebot: Kindergarten, Spielgruppe, Vorschulgruppe; Hort in Gründung
Plätze: insgesamt 75


Gedanken zur Waldorfpädagogik im ersten Jahrsiebt
Vorbild und Nachahmung sind der Hauptbestandteil der Walddorfpädagogik. Das kleine Kind nimmt die Menschen seiner Umgebung in ihren Tätigkeiten und Verhalten wahr, und in seinem Spiel ahmt es sie nach. Dadurch sind für das Kind keine Erklärungen nötig. Das bedeutet für den Erzieher, dass er dem Kind Vorbild sein muss. Streng genommen heißt das, dass in der Umgebung des Kindes nichts geschehen soll, was das Kind nicht nachahmen dürfte. Wal-dorferzieherinnen mit spezieller Ausbildung achten auf Regelmäßigkeit und Wiederholung wäh-rend der vielfältigen Tätigkeiten. Im letzten Kindergartenjahr findet eine Kooperation zwischen der Waldorfschule und dem Kindergarten statt. Hier treffen sich die Vorschulkinder einmal in der Woche außerhalb des Gruppengeschehens. In dieser Zeit fördern wir intensiv die Sinne, die Grob- und Feinmotorik sowie das Sozialverhalten.


Orientierung am Jahresgeschehen
Die Planung ist ganz an das Jahresgeschehen gebunden. Ein gemeinsamer Morgenkreis leitet den Tag ein. Danach beginnt das Freispiel, die Kinder können das Erlebte im Spiel nachvollzie-hen oder Angebote der Erzieherinnen zur Förderung der Sinne und Feinmotorik wahrnehmen und und ihre Phantasie entfalten. Anschließend gibt es Frühstück, welches mit Hilfe der Kinder zubereitet wird. Die zweite Freispielzeit findet im Garten statt. Hier können die Kinder sich bei der Gartenarbeit beteiligen oder spielen. Zum Ausklang machen wir einen Abschlusskreis, wo sie eine rhythmische Geschichte oder ein Märchen hören.


Der Waldorfkindergarten ist christlich ausgerichtet, ohne an eine Konfession gebunden zu sein. Das Spielzeug ist aus Naturmaterialien gestaltet, damit sich die eigene Aktivität der kindlichen Phantasie entwickeln kann. Die Verständigung zwischen Eltern und Erziehern ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit in einem Waldorfkindergarten.


Bericht einer Mutter über den Waldorfkindergarten Stade

"Ein Waldorfkindergarten bietet meinem Kind viel Sicherheit und Geborgenheit, denn jeder Tag der Woche ist gleich strukturiert.

 

Morgens ab 7.30 Uhr wird jedes Kind Namen und Handschlag persönlich begrüßt. Um 8.15 Uhr beginnt dann der Kindergartentag mit einem sehr besinnlichem Morgenkreis. Es wird eine Kerze aufgestellt, eine Morgenspruch aufgesagt und gemeinsam Lieder gesungen. Anschließend wird mit den Vorbereitungen für das gemeinsame Frühstück gegonnen, dabei darf immer eines der Kinder helfen.

 

Das gemeinsame Frühstück im Kindergarten hat für mich einen besonderen Wert. Für jeden Tag der Woche ist den Kindern klar, was es gibt. Zu Beispiel wird jeden Montag mit den Kindern frisches Brot gebacken und an einem anderen Tag gemeinsam Obstsalat geschnitten. Alle essen dann das gleiche gesunde Frühstück. Das ist mir sehr wichtig! Vor dem Essen wird ein Segenspruch gesprochen. Und während des Essens lernen die Kleinen die Tischsitten und reichen einander das Essen. Auch diese Gemeinschaftserfahrung ist mir für meine Kinder sehr wichtig.

 

Nach dem Essen gehen die Kinder gemeinsam zum Händewaschen. Nach dem Händewaschen darf jedes Kind seine Hände reichen für einen Tropfen Öl, den es dann behutsam in den kleinen Händen reibt. Dadurch spüren die Kinder sich und ihre Haut ganz intensiv. Dieses tägliche sinnliche Erlebnis finde ich wundervoll für mein Kind.

 

Anschließend treffen sich die Kinder zum gemeinsamen Reigen mit Liedern und Bewegungen, die sich an den Jahreszeiten orientieren. Auch die Zelebrierung der jahreszeitlichen Feiertage wie Drei Königstag im Januar, Ostern im Frühjahr, Johannifest im Sommer oder Sant Martinsfest im November gefällt mir am Waldorfkindergarten. Das gibt den Kindern ein Ziel.

 

Insgesamt ist die Natur- und Jahreszeitenverbundenheit eines Waldorfkindergartens für die Entwicklung meiner Kinder in der heutigen Zeit prägend. Die besondere Erfahrung des Naturkreislaufes ist für sie sinnstiftend. Sie begreifen sich als Teil der Natur und gesamten Umwelt. Das gibt ihnen auch im weiteren Leben Kraft und Halt.

 

Meine Entscheidung für den Waldorfkindergarten Stade fiel vor allem wegen der Einbindung des Kindergarten in das Gesamtkonzept Kindergarten-Schule-Hort. Alles ist auf einem Gelände. Die Kinder können sich dort vom Spielkreis bis zum Abitur in liebevoller und vertrauter Atmosphäre mit gleichen Bezugspersonen in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Beim Übergang von letzten Kindergartenjahr zur Schule nimmt eine Lehrerin regelmäßgig am Gruppenalltag der Kinder teil, so dass die Kinder spielerisch auf den Schulalltag vorbereitet sind. Dieser ganzheitliche Ansatz war für mich entscheidend".